Madrid 1956: Der knorrige alte Falangist (also Sympathisant der anfänglichen faschistischen Ideen) Emilio Sanz arbeitet als Lokalreporter bei der Zeitung „La Capital“. Er ist zutiefst systemkritisch und weiß, dass die herrschende Franco-Diktatur vermeintliche Verbrecher hinrichtet, um den Eindruck der schönen neuen Welt nicht zu stören. In die passt es nämlich gar nicht, dass seit 1938 eine Serie von Frauenmorden die Hauptstadt erschüttert, die immer wieder unter den Teppich gekehrt werden.
Als die nächste Leiche aufgefunden wird, macht er sich mit dem Neuankömmling Léon Lenoir, der aus Frankreich in die Heimat zurückgekehrt ist, ans investigative Werk. Die Indizien lenken die Fährte in Richtung des Krankenhauses San Carlos und den dort angestellten Krankenschwestern und Ärzten. Die Ermittler stoßen auf ein Netz faschistischer Brutalitäten: Ärzte, die einst Menschenexperimente in Konzentrationslagern durchführten und nun Euthanasie-erprobte Behandlungsmethoden anwenden, Krankenschwestern, die sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind. Schließlich wird auch ein Arzt, der eine Geburtsklinik betreibt, in der auffällig viele Kinder angeblich tot geboren werden und verschwinden, ermordet aufgefunden.