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Der Mann aus Harlem

Die Geschichte ist ein düsterer, atmosphärischer Krimi-Thriller im New York City der späten 1940er-Jahre. Im Mittelpunkt steht ein schwarzer Jazz-Kontrabassist, der im New Yorker Stadtteil Harlem lebt. Sein Leben gerät völlig aus den Fugen, als er eine weiße Prostituierte bei sich aufnimmt und beschützt. Die Frau ist die einzige Augenzeugin eines brutalen Verbrechens geworden und wird nun von skrupellosen Killern unerbittlich gejagt. Der Comic zeichnet ein ungeschöntes Porträt des damaligen Harlem. Die Handlung taucht tief in die Welt von Gewalt, Rassismus, Prostitution und Drogen ein. Es geht um das pure Überleben in einem von Bandenkriminalität beherrschten Viertel. Typisch für Guido Crepax wird die Geschichte nicht rein linear erzählt. Crepax verknüpft die visuelle Handlung eng mit der Musik. Während des gesamten Comics laufen parallele Bildelemente, die Jazzmusiker beim Spielen berühmter Jazz-Standards zeigen. Die Musik fungiert quasi als gedruckter Soundtrack, der die melancholische und bedrohliche Noir-Stimmung des Comics untermalt.